Backen
Wenn ein Tortenrohling gefüllt und außen herum mit Buttercreme eingestrichen ist (siehe dazu auch das Tutorial zum Vorbereiten einer Sahnetorte), kann man ihn mit Fondant überziehen.
Dafür knetet man den Fondant so lange, bis er geschmeidig und weich ist.
Ist der Fondant nicht lange genug geknetet, wird er leicht rissig und spröde.
Auf einer mit Puderzucker bestreuten Arbeitsfläche rollt man den Fondant nicht zu dünn aus (je dünner man ausrollt, desto größer ist die Gefahr, dass er reißt. Anfänger sollten daher eher dicker ausrollen). Beim Ausrollen sollte man immer wieder darauf achten, dass der Fondant nicht zu kleben beginnt. Deshalb immer wieder etwas Puderzucker darunter geben und ständig überprüfen, ob er sich noch gut von der Arbeitsfläche abheben lässt.
Hat man die gewünschte Größe erreicht, geht man mit beiden Händen unter den Fondant und legt ihn vorsichtig mittig über den vorbereiteten Tortenrohling.
Es ist auch möglich, den Fondant über den Ausrollstab zu legen und ihn dann mit dessen Hilfe über der Torte abzurollen. Wie es am besten funktioniert, muss jeder für sich durch Ausprobieren herausfinden.
Mit den Händen streicht man nun die Oberfläche glatt und versucht dabei, alle möglicherweise entstandenen Luftblasen zu den Seiten hin auszustreichen. Nun kann man nochmals mit einem Glätter nacharbeiten, um die Oberfläche vollkommen glatt zu streichen.
Dann geht man zu den Seiten der Torte über. Dazu zieht man jeweils ein Stück Fondant von der Torte etwas weg und glättet dann von oben nach unten fahrend mit den Händen den Rand bis unten hin. So verfährt man ringsherum, bis alles glatt ist. Beim Glätten nach unten hin auch darauf achten, Luftblasen auszustreichen. Wenn der Fondant rings um die Torte angedrückt ist, glättet man nochmals mit einem Glätter (oder zur Not auch nur mit den Händen) nach.
Mit einem scharfen Messer wird nun unten der überlappende Fondantrest abgeschnitten. Wenn dabei anfangs keine ganz glatte Kante entsteht, ist das nicht so schlimm: Man kann die Kante unten mit einem Band, Icing oder Fondant Dekor verzieren, so dass man die Ungereimtheiten nicht mehr sehen wird. Auf den Fotos sieht man einige übrig gebliebene Luftblasen (mal wieder zu schnell gearbeitet...) - diese kann man mit einer Stecknadel noch im Nachhinein anstechen und die Luft dann zum Löchlein hin ausstreichen.
Der mit Fondant überzogene Rohling wird nun auf eine Tortenplatte gesetzt. Wer die Platte mit Fondant überziehen möchte, sollte das mindestens einen Tag im Voraus tun, damit sie genug Zeit zum Trocknen hat und durch das Aufsetzen des schweren Rohlings möglichst keine Macken bekommt.
Falls auf der Platte doch Eindrücke von den Fingern oder ähnliches zu sehen sein sollten, kann man auch hier noch durch das spätere Dekor Fehler ausbessern, indem man sie unter den Verzierungen verschwinden lässt.Bei mir sind früher oft kleine Fingerabdrücke auf der Platte zu sehen gewesen - meine Kinder konnten dem schönen weißen Fondant nie widerstehen und mussten da mal fühlen und reindrücken. Heute stelle ich die Platte zum Trocknen immer ganz nach oben auf den Küchenschrank.
Jetzt ist die Torte fertig für das weitere dekorative Ausschmücken. Der Phantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Der weiße Fondant ist die Leinwand, auf der nun die Kreativität ihren Ausdruck finden kann. Ich wünsche euch viel Spaß beim Dekorieren!
![]() |
| Prinzessinnenschloss für Dorothea |
Dorothea Stella ist sechs Jahre alt. Eine rauschendes Fest mit sechs kleinen Prinzessinnen liegt hinter uns - wir haben Prinzessinnenspiele gespielt, glitzernde Armbänder gebastelt und Torte gegessen.
Ein schickes neues Fahrrad mit weißem Sattel wartet jetzt darauf, dass Prinzessin Dorothea Stella vom goldenen Berg sich darauf schwingt, um los zu fahren in den Frühling.
Ein kleiner Prinz war auch dabei in dieser Runde kichernder Prinzessinnen: Prinz Jonathan Christian von Rosini. Er hatte von meiner Mutter eine ganze Schachtel voller saftiger Rosinen geschenkt bekommen und schleppte sie unentwegt ebenso wie seinen blauen Kuschelhasen und den Schnuller mit sich herum.
Prinz Jakob Benjamin war mit der Grossmutter ausgeflogen, um in Sunnisheim alte Fluggeräte zu bestaunen. Für ihn sind Geburtstage besonders schwer zu ertragen - so hatte er einen schönen Ausflug und Dorothea konnte ungestört feiern.
Die Torte wurde ohne Gnade angeschnitten: Oben eine Kokostorte wie die bei Sophies Geburtstag, allerdings mit diesmal rosa gefärbter Creme. Unten eine kräftig durchgezogene Sachertorte ohne Alkohol - die Böden nur mit Vanillesirup getränkt.
Morgen sind wir zum Mittagessen und zum Feiern bei unseren sehr guten Freunden Patricia und Thomas eingeladen. Patricia ist Dorotheas Patentante. Sie und Thomas gehören zu den seltenen Exemplaren wirklicher Freunde, die sich nicht scheuen, auch eine achtköpfige Familie zu bewirten. Da wird von der Sachertorte sicher nicht mehr viel übrig bleiben, denn auch die beiden haben vier Kinder. Wir lieben die Zusammenkünfte mit ihnen: Gutes Essen, tiefgehende Gespräche, die Kinder verstehen sich und spielen und wir lachen viel. So muss ein gelungener Sonntag sein.
.jpg)
.jpg)
Für die Herstellung einer solchen Festtagstorte, wie ich sie vor kurzem für eine sehr gute Bekannte gemacht habe, braucht man Zeit, gute Nerven, Planung und eine Wasserwaage. Diese Torte ist in weißer Ausführung auch sehr gut für eine Hochzeit geeignet. Unten angehängt findet Ihr eine Planungsübersicht, die Ihr für Euch so detailreich und genau wie möglich ausarbeiten solltet.
Zunächst muss man überlegen, für wie viele Personen die Torte ausreichen soll. Dementprechend sollten die einzelnen Tortengrössen berechnet werden.
Bei meiner Torte war die unterste eine 26er Sachertorte, die mittlere eine 20er Triester Torte und die oberste eine 18er Sekt-Trüffel-Torte. Je nachdem, wie mächtig eine Torte ist, kann man die einzelnen Stücke kleiner schneiden - meine Torte hat für eine Gesellschaft von 65 Personen ausgereicht - allerdings gab es zusätzlich auch noch andere Torten und Kuchen. Eine 26er Sachertorte kann man sehr schmal portionieren - daher reicht allein die unterste Etage für etwa 32 Personen. Gleiches gilt auch für die sehr gehaltvolle Triester Torte - auch hier würde eine 20er für etwa die doppelte Menge der üblicherweise berechneten Tortenstücke ausreichen - also für etwa 24 Personen. Die oberste Torte würde für etwa acht bis zehn Portionen ausreichen - wieder schmal geschnitten.
Meine Bekannte allerdings bekam als allererste ein Riesenstück - etwa ein Drittel - von der obersten Torte und hat es mit Begeisterung ganz aufgegessen, sogar die Schokorose - sie hatte allerdings vor lauter Aufregung und Vorbereitungsarbeiten für dieses große Fest zwei Tage lang nichts gegessen. Danach ging es ihr besser...
Für jede der drei Torten müssen vier Böden hergestellt werden, damit man auf eine Höhe von acht bis zehn Zentimetern kommt. Jede Torte wird einzeln vermessen und möglichst genau auf eine bestimmte Höhe getrimmt. Das Rezept für die Sachertorte habe ich zwei Mal gebacken, für die anderen beiden Torten habe ich einfach die Teigmenge, die laut Rezept jeweils für eine 26er Form gedacht war, gehälftelt und jeweils zwei Mal in den kleineren Formen gebacken und die jeweiligen Kuchen in je zwei Böden geschnitten, so dass am Ende jede Torte aus vier Böden plus Füllung bestand.
Die Sachertorte und die Triester Torte habe ich beide mit Aprikotur und Zartbitterganache gefüllt.
Die Sekt-Trüffel-Torte habe ich mit der weißen Sekt-Trüffelcreme gefüllt, dann aber zusätzlich aus Sicherheitsgründen mit echter Buttercreme außen eingestrichen. Ich wollte nicht riskieren, dass der Fondant durch den Sekt in der Trüffelcreme zu schnell schmelzen würde.
Die Sachertorte habe ich gefüllt und aprikotiert und dann sechs Tage im Kühlschrank ziehen lassen, bevor ich sie mit Schokoladenfondant bezogen habe.
Die anderen beiden Torten habe ich zwei bzw. einen Tag vor dem Fest gebacken, gefüllt und bezogen. Dabei war mir klar, dass jede einzelne der Torten absolut gerade sein musste, damit das Endergebnis dann auch gerade sein würde. Dazu muss man schon die Böden möglichst gerade schneiden. Auch die Füllung sollte so eben wie möglich aufgebracht werden. Mit Ganache oder der Buttercreme lassen sich kleinere Unebenheiten später noch ausgleichen, aber je genauer und gerader man von Anfang an arbeitet, desto weniger Ärger hat man beim Beziehen und Zusammenbau der drei Etagen.
Vor dem Beziehen mit dem Fondant lässt man alle Torten gut durchkühlen. Beim Beziehen achtet man wieder darauf, dass alle drei Torten absolut gerade sind. Ich habe dazu eine Wasserwaage benutzt und kleine unebene Stellen mit dem Glätter entsprechend verstrichen.
Bereits Tage vorher habe ich die drei Cakeboards (jeweils etwas größer als die Torte: 30 cm, 25cm und 20cm Durchmesser) mit Fondant überzogen und trocknen lassen und mit dem Seidenband verziert.
Einige Tage im Voraus habe ich aus Schokoladenmodelliermasse die Rosen hergestellt.
Am Tag vor dem Fest habe ich die Rosen und Blätter mit etwas geschmolzener Schokolade auf den Torten befestigt, die Torten mit geschmolzener Schokolade beschriftet und sie mit Seidenband geschmückt.
In jede der beiden unteren Torten habe ich dann vier Tortendübel gedrückt und die Tortensäulen darauf gesteckt. Meine Dübel waren hölzerne Spezialdübel für Torten, die dann oben in entsprechender Höhe der Säulen plan abgesägt werden mussten. Vielen Dank an Wolf und Jakob, die diesen Job übernommen haben...
Die Torten werden dann nur noch aufeinander gesetzt. Unebenheiten, die jetzt aus undefinierbaren oder unabänderlichen Gründen noch auftreten, kann man mit einem Stück Fondant ausgleichen, das zwischen Säule und Tortenplatte geschoben wird. Zum Transport werden die Torten natürlich wieder auseinandergenommen - die Torte lässt sich keinesfalls im Ganzen bewegen...
Meine Torte hat acht Stunden im Festsaal (neben dem heißen Essen!) gestanden, bevor sie dann erst eine halbe Stunde lang ausgiebig fotografiert und schließlich angeschnitten wurde. Kein Krümelchen ist übrig geblieben.
Die Rezepte für die Sachertorte und die Sekt-Trüffel-Torte folgen in jeweils eigenen Postings - die Triester Torte habe ich hier Euch schon vorgestellt. Alle drei Torten schmecken ausgezeichnet, gehören aber nicht zu den kalorienärmsten Exemplaren...
![]() |
| Transport im Kofferraum |
1. Vier bis sechs Wochen vor dem Termin: Besprechung mit demjenigen, für den die Torte sein soll: Für wieviele Personen ist die Torte gedacht? Welche Torten sollen gebacken werden? Wo soll die Torte stehen und wie lange? Muss die Torte speziellen Anforderungen genügen (Allergien, besonderer Standort, Hitze, Kälte...)?
2. Auflistung des benötigten Materials - evtl. Bestellungen von Fondant, Werkzeugen, Cake Board, Seidenbändern, Ausstechern etc.
3. Genaue Zeitplanung mit eingeplanter Pufferzone, falls irgendetwas schief läuft (bei mir war das der Neujahrsabsturz von Jakob und der Abend im Krankenhaus, der mitten in die Herstellung der Torte fiel) - ich rechne meist einen ganzen Tag als Puffer mit ein.
4. Eine Woche vor Termin: Sachertorte nach Oma Buchholtz zwei Mal backen und füllen, dann ziehen lassen. Rosen herstellen - etwa 18 Rosen unterschiedlicher Größen. Tortenplatten beziehen und trocknen lassen.
5. Vier Tage vor Termin: Ganache herstellen, Buttercreme herstellen.
6. Drei Tage vor Termin: Triester Torte und Sekt-Trüffel-Torte backen und füllen, evtl. aprikotieren, trocknen lassen, dann mit Ganache oder Buttercreme einstreichen.
7. Zwei Tage vor Termin: Torten mit Fondant beziehen. Dübel einsetzen. Dekor anbringen. Blätter aus Fondant ausstechen und frisch anbringen (lassen sich frisch besser formen), Schrift aufspritzen oder ankleben. Alles mit Goldpuder abpudern, falls gewünscht.
8. Zwei Tage vor Termin: Torte zusammenbauen. Statik überprüfen, evtl. mit Fondantstückchen auf den Säulen ausgleichen. Fotos machen. Torten für den Transport wieder auseinandernehmen und kühl lagern.
9. Ein Tag vor Termin: Puffertag...
10. Am Termin: Torten einzeln auf einer rutschfesten Unterlage frühzeitig zur Festhalle transportieren und an Ort und Stelle wieder zusammenbauen. Statik prüfen und evtl. nochmals mit Fondant ausgleichen.
11. Feiern. (Wolf und ich haben mit einem Gläschen Sekt auf die Fertigstellung der Torte angestossen...)
![]() |
| Sacher und Maple Walnut Cake: Pures Hüftgold zum 50. |
Gut. Also: Wir waren eingeladen bei unserem guten Freund und Wolfs Trauzeugen Jürgen. Der hat nämlich ein halbes Jahrhundert voll gemacht. Und das muss gebührend gefeiert werden!
Also habe ich vergangenen Samstag schon die Sachertorte angefangen zu backen. Ihr wisst schon... der Tag nach meinem Brezelkollaps...Denn die muss eine geschlagene Woche durchziehen, wenn man sie mit Orangenlikör und feinster Aprikosenmarmelade gefüllt hat.
![]() |
| Sacher, gefüllt und überzogen mit Schoko-Ganache |
![]() |
| Cakes bereit für den Fondant... |
![]() |
| Hinten die fertige Sacher, vorne die Maple Walnut mit Fondantkleid |
![]() |
| Mein Arbeitsplatz in der Backstube |
![]() |
| Was drauf steht, ist auch drin. |
![]() |
| Goldstaub... ist ja Hüftgold! |
![]() |
| Jürgen ist ein Eidechsen-Fan. Daher das Vieh obendrauf. |
![]() |
| Es ist, was es ist... |
Und sonst? Wir wurden bestaunt wie Zootiere, weil Jürgen es nicht lassen konnte, uns als die Zwei mit den sechs Kindern vorzustellen. Den ganzen Abend lang haben wir Fragen beantwortet wie:
Ist es denn da nicht ab und an laut bei Euch?
Ist denn das nicht sehr viel Arbeit?
Da müsst Ihr ja ein Riesenauto haben?
Kostet das nicht sehr viel Geld?
Und da bäckst Du noch?
Ja. Da backe ich noch.
Wir haben uns prächtig amüsiert und das Essen beim Spanier weggeschlemmt. Am Schluss dann die Torte - ging noch rein. Um ein Uhr zu Hause. Platt. War schööööön!
Und? Was habt Ihr am Wochenende gemacht? Gebacken? Gefeiert? Die Sonne genossen?
Seid vergoldet gegrüßt von
Eurer Sugarprincess Y.
Die Schultüten waren aus Fondant, dekoriert mit Icing... Gefüllt waren sie mit einer kleinen Cellophantüte, in die ich verschiedene Süßis gepackt hatte... So konnte jeder Gast eine eigene kleine Erinnerung an die eigene Einschulung mit nach Hause nehmen. Soweit ich weiß, hatte noch niemand vor mir diese Idee - also bitte beim Ideenklau angeben, woher Ihr klaut...;)
Hier noch ein paar Fotos von Claras Piratenschiff... es ist übrigens NICHTS mehr davon übrig - die Kinder haben es komplett aufgegessen!
Da ich gefragt wurde, wie man ein solches Schiff herstellt, zeige ich Euch noch mal Fotos vom Rohbau des Schiffes - noch ohne Dekoration: Innen befindet sich ein Schnitzkuchen, den ich entsprechend in Form geschnitten habe. Das Ganze war umhüllt mit einer Schoko-Ganache, auf die ich dann die Fondantplanken aufbringen konnte. Jede einzelne ist mit einem Messer bearbeitet, um einen möglichst täuschenden Holzeffekt zu bekommen. Dann habe ich die Planken jeweils in die passende Form geschnitten und angebracht. Eine Mordsarbeit!
Für Anfänger ist eine solche Motivtorte nur bedingt geeignet. Ich rate also jedem, der noch nicht viel Erfahrung hat, sich eine Silikonform zu kaufen oder zu leihen und den Kuchen so schon einmal in der Form zu haben... Der Rest ist schon schwierig genug!
Piratin Clara mit ihrem Schiff...


.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)















